Frauen in Übergangsphasen | Was verändert sich?
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Unser Leben verläuft nicht immer geradlinig. Es gibt Zeiten, in denen vieles vertraut und selbstverständlich ist, und dann kommen Phasen, in denen sich etwas verändert. Manchmal entscheiden wir uns selbst dafür, manchmal verändert sich unser Leben, ohne dass wir es geplant haben.
Gerade Frauen in Übergangsphasen erleben häufig, dass mehrere Dinge gleichzeitig in Bewegung kommen. Die Kinder werden selbstständiger, eine Beziehung verändert sich, beruflich entstehen neue Fragen oder der eigene Körper fühlt sich plötzlich anders an. Was vor einigen Jahren noch selbstverständlich war, kann heute nicht mehr genauso passen.

Was ist eine Übergangsphase?
Eine Übergangsphase ist die Zeit zwischen dem, was bisher war, und einer neuen Lebensphase. Dabei muss noch gar nicht klar sein, wohin die Veränderung führt.
Manchmal beginnt sie mit einem konkreten Ereignis. Ein Jobwechsel, eine Trennung, eine neue Beziehung oder der Auszug der Kinder verändern den Alltag unmittelbar. Andere Veränderungsphasen bei Frauen entwickeln sich langsam. Man merkt über längere Zeit, dass die eigenen Bedürfnisse andere geworden sind oder dass man heute anders über bestimmte Bereiche seines Lebens denkt.
Eine Übergangsphase ist deshalb nicht automatisch eine Krise. Sie gehört zu unserem Leben und kann auch durch eine Entscheidung entstehen, die wir ganz bewusst treffen.
Welche Übergangsphasen gibt es im Leben einer Frau?
Es gibt nicht die eine typische Übergangsphase und auch keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem sie stattfinden muss.
Eine Veränderung kann durch eine neue Partnerschaft, eine Trennung, eine Hochzeit oder die Gründung einer Familie entstehen. Auch Schwangerschaft, Mutterschaft und der Wiedereinstieg in den Beruf sind prägende Lebensphasen für Frauen.
Später verändern sich die Rollen innerhalb der Familie erneut. Die Kinder werden selbstständiger oder ziehen aus. Vielleicht werden die eigenen Eltern älter und brauchen zunehmend Unterstützung.
Auch beruflich können neue Fragen entstehen. Möchte ich weiterhin das machen, was ich bisher gemacht habe? Möchte ich mich verändern, noch einmal etwas Neues beginnen oder meine Arbeit anders gestalten?
Und schließlich verändert sich auch unser Körper im Laufe unseres Lebens.
Wenn sich nicht nur das Leben, sondern auch der Körper verändert
Besonders in der Lebensmitte von Frauen können mehrere Entwicklungen gleichzeitig zusammentreffen.
Die Wechseljahre und hormonelle Veränderungen können sich körperlich bemerkbar machen. Schlaf, Energie oder Stimmung können sich verändern und auch Haut und Haare können plötzlich andere Bedürfnisse haben.
Gleichzeitig befindet sich häufig auch das Leben selbst in einer anderen Phase. Die Kinder brauchen weniger Unterstützung, beruflich wurde bereits vieles erreicht und Beziehungen bestehen vielleicht schon seit vielen Jahren.
Das kann dazu führen, dass Frauen sich mit Fragen beschäftigen, die früher kaum eine Rolle gespielt haben.
Was möchte ich heute eigentlich?
Mit den Jahren verändern sich nicht nur unsere Lebensumstände, sondern auch wir selbst.
Was früher wichtig war, muss heute nicht mehr denselben Stellenwert haben. Bedürfnisse verändern sich, Grenzen können andere werden und vielleicht entstehen Wünsche, die lange wenig Platz hatten.
Gerade Frauen in Übergangsphasen erleben deshalb manchmal, dass sie ihr bisheriges Leben nicht grundsätzlich infrage stellen, aber einzelne Bereiche neu betrachten möchten.
Das kann die Partnerschaft betreffen, die Familie, den Beruf, den eigenen Körper oder einfach die Frage, wie man die nächsten Jahre leben möchte.
Übergangsphasen betreffen selten nur einen Lebensbereich
Unser Leben lässt sich nicht sauber in einzelne Bereiche aufteilen.
Eine berufliche Veränderung kann Auswirkungen auf eine Beziehung haben. Wenn die Kinder ausziehen, verändert sich möglicherweise auch die Partnerschaft. Körperliche oder hormonelle Veränderungen können beeinflussen, wie wir uns fühlen und wie wir uns selbst wahrnehmen.
Deshalb können Veränderungsphasen bei Frauen sehr unterschiedlich erlebt werden. Es gibt dafür keinen richtigen Ablauf und auch keinen Zeitpunkt, an dem man bereits wissen muss, wie es weitergeht.
Übergang bedeutet auch, dass etwas Neues entstehen kann
Nicht jede Veränderung fühlt sich von Anfang an gut an. Manches braucht Zeit und manche Entscheidungen entstehen erst nach und nach.
Eine Übergangsphase kann aber auch die Möglichkeit sein, sich bewusst damit auseinanderzusetzen, was heute noch zum eigenen Leben passt und was sich verändern darf.
Ich begleite Frauen in Übergangsphasen mit psychosozialer Beratung und Coaching in meiner Praxis in Sulz in Vorarlberg und online.
Wenn du dich gerade selbst in einer Veränderungsphase befindest und dir dabei Begleitung wünschst, können wir uns gerne in einem Analysegespräch kennenlernen.
Analysegespräch vereinbaren
Häufige Fragen zu Übergangsphasen bei Frauen
Was sind Übergangsphasen im Leben einer Frau?
Übergangsphasen sind Zeiten, in denen sich die persönliche, familiäre, berufliche oder körperliche Lebenssituation verändert. Manche Veränderungen entstehen durch eigene Entscheidungen, andere durch Ereignisse oder Entwicklungen, die zum Leben dazugehören.
Welche Lebensphasen können für Frauen besonders prägend sein?
Zu den prägenden Lebensphasen von Frauen können Partnerschaft und Trennung, Familiengründung und Mutterschaft, berufliche Veränderungen, der Auszug der Kinder, das Älterwerden und die Wechseljahre gehören. Welche Phase als besonders bedeutend erlebt wird, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.
Woran merke ich, dass ich mich in einer Übergangsphase befinde?
Eine Übergangsphase muss nicht mit einem bestimmten Ereignis beginnen. Manchmal merkt man zunächst, dass sich die eigenen Bedürfnisse verändert haben oder dass etwas, das lange selbstverständlich war, heute nicht mehr genauso passt.
Sind die Wechseljahre eine Übergangsphase?
Die Wechseljahre sind eine natürliche körperliche Übergangsphase im Leben einer Frau. Gleichzeitig fallen sie häufig in eine Lebenszeit, in der sich auch familiär, beruflich oder persönlich einiges verändert.
Warum verändert sich für viele Frauen in der Lebensmitte so viel?
In der Lebensmitte von Frauen können mehrere Veränderungen zusammentreffen. Die Kinder werden selbstständiger, berufliche Fragen werden neu bewertet und gleichzeitig verändert sich der Körper. Dadurch können auch die eigenen Bedürfnisse und Prioritäten stärker in den Vordergrund rücken.
Muss eine Übergangsphase immer eine Krise sein?
Nein. Eine Übergangsphase kann herausfordernd sein, muss aber keine Krise bedeuten. Auch positive Entwicklungen wie eine neue Beziehung, ein beruflicher Wechsel oder eine bewusst getroffene Entscheidung können den Beginn einer neuen Lebensphase markieren.
Wann kann eine Begleitung während einer Übergangsphase sinnvoll sein?
Wenn dich eine Veränderung länger beschäftigt, du vor einer Entscheidung stehst oder deine aktuelle Situation mit jemandem besprechen möchtest, kann eine psychosoziale Beratung oder ein Coaching eine Möglichkeit sein. Ich begleite Frauen in Übergangsphasen persönlich in Sulz in Vorarlberg und online.
Kerstin...
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